Der Hängegarten – ein Stück Natur an der Wand

Wie gern würden wir doch alle mehr Zeit in der Natur verbringen. Da das so nicht ohne Weiteres möglich ist, teilen wir unseren Wohnraum mit Zimmerpflanzen und holen uns so die Natur nach Hause. Doch Pflanzenliebhaber und Besitzer kleinen Wohnraums kennen das Problem: Platzmangel. Es ist einfach kein Platz (mehr) für Topfpflanzen vorhanden. Der Urban-Gardening-Trend „Vertikale Gärten“ bietet hierfür die optimale Lösung.

Je nach Pflanzsystem und ausgewählten Pflanzen ragt die Pflanzenwand nicht allzu weit in den Raum hinein. Auf relativ kleiner Fläche können verschiedene Pflanzen gehalten und sich an deren Anblick in Wohnzimmer, Küche, Bad, Schlafzimmer oder Flur erfreut werden. Gleichzeitig werden die Pflanzen in einer attraktiven Höhe und in einem ungewöhnlichen Blickwinkel präsentiert. Besonders das Auge profitiert also davon und mit ihm auch unser Gemüt, denn das lebende Grün beruhigt ungemein. Der Duft der Pflanzen und der Erde gibt eine direkte Verbindung zur ursprünglichen Welt und lässt den Alltagsstress vergessen, was durch eine Kombination von bepflanzter Wand und Holz noch verstärkt wird. Wenn es sich dann noch um eine essbare Bepflanzung handelt, werden (fast) alle Sinne angesprochen.

Kräuter-Hängegarten

Nebenbei reichert die grüne Blattmasse die Raumluft mit Sauerstoff an, filtert Schadstoffe und Feinstaub heraus und baut diese teilweise sogar ab. Gerüche und Staub werden gebunden. Durch die natürliche Verdunstung über die Blätter erhöht sich die Luftfeuchtigkeit im Raum, was Beschwerden durch trockene Heizungsluft, wie Kopfschmerzen, Augenreizungen, Erkältungskrankheiten und Konzentrationsschwäche, vorbeugen kann. Je größer die Pflanzenwand ist, desto größer ist auch der Effekt auf die Raumakustik. Denn das Pflanzendickicht wirkt wie ein Schalldämpfer, der Umgebungslärm schluckt und so für eine wohltuende Ruhe sorgt, wie bei einem Spaziergang durch den Wald.

Tipp: Wer eine pflegefreie grüne Wand sucht, ist mit Pflanzenbildern aus konservierten Pflanzen gut beraten. Hierbei werden echte Pflanzen, bevorzugt Moose, so behandelt und auf Holzplatten arrangiert, dass diese weder Licht noch Wasser benötigen. Allerdings besitzen konservierte Pflanzenbilder nicht alle positiven Eigenschaften lebender Wandbegrünungen.

  1. Der Hängegarten – ein Stück Natur an der Wand
  2. Vertikale Gärten – grüne Wände einmal anders
  3. Der Ursprung der grünen Wände
  4. Systeme und DIY-Ideen für vertikale Gärten
  5. Pflanzen für den vertikalen Garten
  6. Ein DIY-Pflanzenbild selber bauen
  7. Vertikales Gärtnern – gewusst wie
  8. Vertical Gardening im Freien – Außenwände begrünen mit Töpfen und Co.